Robert Kubica, Update 18.15 Uhr

Wie aus weiteren Informationen hervorgeht, die die örtliche Polizei von Unfallzeugen einholte, ist die Pressemeldung von Lotus Renault GP zu den Verletzungen von Robert Kubica insofern korrekt, dass in der Tat die rechten Extremitäten des Polen beim schweren Unfall heute Morgen im Örtchen San Lorenzo Testico während der Rallye Ronde di Andora in Mitleidenschaft gezogen wurden.


Zeugen beschrieben Kubica’s Unfall als Folge einer Bodenwelle, nach der der Skoda Fabia bei Vollgas versetzte, dann rechts in eine Mauer krachte und von dort abprallte und quer über die schmale Straße in eine Lücke zwischen zwei Leitplankenenden abbog. Das Auto krachte im stumpfen Winkel auf das Leitplankenende, das durch die Wucht des Aufpralls durch den Fußraum des S2000-Rallyewagens (siehe Foto) gestanzt wurde. Kubica wurde mit dem – gebrochenen – rechten Bein im Auto eingeklemmt, daher die langwierige – weil mit Bedacht durchgeführte – Bergung durch die örtliche Feuerwehr.

Wie genau Kubica derart schwere Verletzungen an der RECHTEN Hand erlitt, ist nicht klar. Es wird vermutet, dass der Pole gerade herunterschalten wollte, als die Stahlschiene ins Cockpit eindrang, seine Hand zerschmetterte und den Arm brach. Die Befürchtung einer Amputation ging von den Aussagen der Retter aus, die von einer Verletzung wie von einem Kriegsschauplatz sprachen. Die bisherige Version, Kubica habe sich beim Überschlag des Autos die LINKE Hand verletzt, hat sich als nicht zutreffend erwiesen.

Zwischenzeitlich hat Kubica’s Manager Daniek Morelli informiert, dass die Ärzte eine Amputation abwenden konnten. Allerdings herrscht große Sorge, ob Kubica auf Grund der schwere der Verletzung je wieder ausreichend Beweglichkeit in seiner Hand haben wird, um seine F1-Karriere in absehbarer Zeit fortzusetzen. Ein weiteres Update wird für 20.00 Uhr erwartet.

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