Mike Hawthorn – Erster britischer F1-Weltmeister

Mike Hawthorn, 1958 22/1/1959, John Michael Hawthorn stirbt.

Mike Hawthorn konnte mit den Besten der Welt fighten, aber er zeichnete sich auch durch Leistungsschwankungen aus. Wohl auch verantwortlich dafür war seine fragile Gesundheit, etwa einem Nierenleiden. Überhaupt balancierte der Brite stets zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. So gewann er 1957 jenes 24 Stunden Rennen von Le Mans, das von einer der schlimmsten Unfällen der Rennsport-Geschichte gezeichnet wurde. Just Hawthorns Anfahrt in die Boxen gilt als auslösendes Moments des tragischen Unfalls, der Pierre Levegh und Dutzenden von Zuschauern das Leben kostete. Im darauffolgenden Jahr, auf dem Weg zum WM-Titel, verlor er in seiner fahrerisch besten Phase seinen Teamkollegen und engen Freund Peter Collins beim Grossen Preis von Deutschland und gab todtraurig seinen Abschied vom aktiven Rennsport bekannt. Selbst als er in Casablanca seinen Titelgewinn bis in die Nacht hineinfeierte, überschattete eine Tragödie seinen Triumph: Das Vanwall-Team flog zur gleichen Zeit den mit schweren Verbrennungen um sein Leben ringenden Stuart Lewis-Evans zurück nach England, wo der junge Brite später verstarb. Hawthorn, der ersten englische Formel 1- Weltmeister der Geschichte, kommt 1959 bei einem Verkehrsunfall nahe der A3 bei Guildford im Süden Englands ums Leben. Es heisst er habe Rob Walker in dessen Mercedes-Benz 300SL erblickt und sei mit über 160 Km/h auf regennassser Strasse winkend am Mercedes des Teameigners vorbeigebraust. Doch in einer Rechtskurve dreht sich der Jaguar, trifft eine Verkehrsinsel und endet seitwärts an einem Baum. Hawthorn wurde beim Aufprall durch sein Auto geschleudert und sterbend auf der Rückbank des Jaguars vorgefunden. Der Weltmeister hatte bereits seit einiger Zeit gesundheitliche Probleme, die unheilbare Nierenerkrankung bedeutete eine maximale Lebenserwartung von 18 Monaten. Ein schleichender, schmerzvoller Tod wartete auf Mike Hawthorn, so aber starb er, wie er gelebt hatte: Immer am Limit und die Freude am schnellen Fahren auslebend.

Geboren: 10. April 1929 in Mexborough, England.
Verstorben: 22. Januar 1959 in Guildford, England, 29 Jahre alt.

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