Fangio beschenkt Musso

Luigi Musso, Ferrari Lancia D50, 1956

22. Januar – Wie der Italiener Luigi Musso zum Saisonauftakt 1956 zu seinem erste Grand Prix-Sieg kam, ist durchaus erzählenswert. Anfangs führte der Italiener den GP von Argentinien an, fiel dann aber hinter Gonzalez, Menditeguy, Moss und Castellotti zurück. Dann gerät Fangio, bei Ferrari die unumstrittene Nummer 1, mit seinem D50 in Probleme und muß das Auto in Runde 23 an den Boxen abstellen. Heute undenkbar, damals erlaubt, wurde Musso an die Box beordert und aufgefordert sein Auto an Fangio zu übergeben. Und der Maestro bedankte sich mit einer stürmischen Aufholjagd. Der Maserati des Führenden Stirling Moss zog derweil eine Ölfahne hinter sich her und nach zwei Dritteln der Distanz ging Fangio am wehrlosen Briten vorbei und feierte einen umjubelten Sieg vor heimischem Publikum – trotz eines Drehers. Musso kletterte freilich mit aufs oberstee Treppchen, war er doch mit Hilfe des grossen Fangio unverhofft zu seinem ersten – und einzigen – GP-Sieg gekommen.

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