Ayrton wäre heute 50 !

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21. März – Heute würde Ayrton Senna seinen 50. Geburtstag feiern und da ist es doch nur angemessen dem dreifachen Weltmeister mit diesem Schnappschuss bei seiner Fahrt zum 6. Grand Prix-Sieg in Monaco und dem 5. Triumph in Folge im Fürstentum zu gedenken. Zwei Rekorde, die er wohl für die Ewigkeit aufstellte. Auf der Homepage www.senna50.com.br können Widmungen hinterlassen werden, jeder Post wird zu einem kleine Senna-Helm auf der Homepage, der die Nacricht als Pop-Up trägt. P1Mag wird Ayrton in Ausgabe 08 mehrere Seiten widmen. Nicht verpassen unter http://www.p1mag.de.

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21/3/1913, George Abecassis wird geboren in Chertsey, England

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George Abecassis war der Schwiegersohn von David Brown, dem Eigner von Aston Martin und Lagonda, und machte sich einen Namen als schnellster Alta-Fahrer der späten 30er Jahre, indem er sich wacker gegen die 1.5-Liter ERA und Maserati schlug. Nach dem 2. Weltkrieg, wo er als Bomberpilot der RAF im Einsatz war, abgeschossen wurde und in Gefangenschaft geriet, nahm er unverzüglich den Rennsport wieder auf und bewegte alle möglichen Fahrzeuge. 1948 gründete Abecassis gemeinsam mit John Heath die Renn— und Sportwagen-Manufaktur Hersham & Walton Motors in einem Randbezirk Londons. George klemmte sich 1951 zum Debüt des ersten HWM-Grand Prix-Renners beim schweizerischen WM-Lauf in Bremgarten selbst hinters Lenkrad. In der Folge kamen junge Talente vom Kaliber eines Stirling Moss oder Peter Collins zum Einsatz, doch es war Paul Frére, der HWM 1952 das beste Resultat der Marke mit einem 5. Platz beim GP von Belgien lieferte, gleich nachdem George seinen 2. und letzten Start bei einem WM-Lauf absolviert hatte, abermals in Bremgarten. Nach John Heaths tödlichen Unfall 1956 bei der Mille Miglia, zog sich George vom aktiven Sport zurück und widmete sich ausschliesslich der Leitung von HWM,. Dennoch musste die Firma ihre Rennsport-Aktivitäten im darauf folgenden Jahr einstellten. George Abecassis blieb dem Sport weiterhin bis zu seiner Rente verbunden und verstarb 1991 friedlich zuhause in Ibstone.

Geboren: 21. März 1913 in Chertsey, England;
Verstorben: 18. Dezember 1991 in Ibstone, England, 78 Jahre alt.

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21/3/1921, Chico Godia wird geboren in Barcelona, Spanien

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Francesco Godia-Sales war ein spanischer Kunst-Sammler und Rennfahrer, der in seiner 24-jährigen Karriere so ziemlich jeden Rennwagen bewegte, vom Hotchkiss bis zum Ford GT40. Chico nahm auch an 16 Formel 1-WM-Läufen teil, sein besten Ergebnisse fuhr er 1956 beim Grossen Preis von Deutschland und beim GP von Italien heraus, wo er auf Maserati 250F jeweils Vierter wurde und immerhin die Saison als WM-Sechste abschloss. Er gründete später ein Museum in Barcelona, wo neben ausgewählten Kunstwerken auch Erinnerungsstücke aus Pacos, so sein Spitzname, langer Rennfahrer-Karriere zu bewundern sind.
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Geboren: 21. März 1921 in Barcelona, Spanien;
Verstorben: 28. November 1990 in Barcelona, Spanien, 69 Jahre alt.

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21/3/1915, Arthur Owen wird geboren in London, England

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Arthur Owen war ein auf der Kanalinsel Jersey ansässiger Juwelier, der zunächst bei lokalen Bergrennen Mitte der 50er Jahre von sich reden machte und dann 1957, gemeinsam mit Bill Knight, den voll verkleideten Owen-Knight Streamliner baute. Mit dieser auf einem Cooper Formel 3-Chassis basierenden Flunder stellten die beiden im Juni 1958 gemeinsam einen Rekord auf der Rennstrecke von Montlhéry auf. Arthurs erster Ausflug in ein Formel 1-Startfeld erfolgte 1959 beim nicht zur WM zählenden Gold Cup von Oulton Park, wo er mit dem angemieteten Cooper T51 nicht weit kam, denn er drehte sich nach nur 1 Runde ab. Sein einziger Einsatz bei einem WM-Lauf sollte die Teilnahme am Grand Prix von Italien 1960 in Monza bleiben, wo er seinen eigenen Cooper T45 allerdings schon innerhalb der ersten Runde ablegte. Am Berg war er allerdings in seinem Metier, gewann 1962 gar die Britische Bergmeisterschaft auf einem Cooper-Climax T53. Später zog er sich – als Buchautor und Juwelier zur ruhe gesetzt – von St. Helier, in Jersey in die wärmeren Gefilde der Algarve zurück, kehrte aber im Alter nach England heim. Arthur Owen starb 2000 in seinem Heim in der Grafschaft Buckinghamshire.

Geboren: 21. März 1915 in London, England;
Verstorben: 13. April 2000 in Wexham Street, England, 85 Jahre alt.

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21/3/1960, Ayrton Senna wird geboren in São Paulo, Brasilien

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Ayrton Senna da Silva bedarf keiner Vorstellung. Der dreifache Weltmeister war ein sehr engagierter, intensiver Rennfahrer, der das Limit stets von neuem auslotete und seiner Arbeit mit einer Detailverliebtheit und technischen Tiefe erledigte, eine erstaunliche Grundschnelligkeit besass und seine Ziele bisweilen mit einer Härte und Unbarmherzigkeit verfolgte, dass er dabei nicht selten die Geister schied. Definitiv gehört er zu der kleine Gruppe der Grössten und Besten aller Zeiten. Doch der Senna ausserhalb des Cockpits gab nicht selten seiner Umwelt Rätsel auf. Da zeigte er sich nämlich als sensibler und oft fehlinterpretierter, emotionaler und mitfühlender Mensch. Er war zudem ein geschickter Geschäftsmann, ohne dabei den Blick von der Not der Ärmsten in seinem Lande abzuwenden, leitete noch zu Lebzeiten diverse karitative Einrichtungen ein. Er verunfallte 1994 tödlich beim Grand Prix von San Marino, zig Millionen waren geschockte Augenzeugen, für einen Tag lang schien die Welt still zu stehen. Die Formel 1 und damit der Motorsport im Ganzen veränderte sich nach dieser Tragödie weitgreifend, die danach verschärften Sicherheitsbemühungen retteten vielen Rennfahrerleben Jahre und Jahrzehnte danach. In seiner Heimat Brasilien wird Ayrton Senna unverändert als eines der grössten Sport-Idole verehrt.

Geboren: 21. März 1960 in São Paulo, Brasilien;
Verstorben: 1. Mai 1994 im Autodromo Enzo e Dino Ferrari, Imola, Italien

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21/3/1916, Ken Wharton wird geboren in Smethwick, England

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Kenneth Wharton war ein echter Allrounder, einer der vielseitigsten und unterschätzten Rennfahrer der 50er Jahre. So gewann er nicht nur die Britische Bergrennen-Meisterschaft viermal, er war ausserdem in Sport- und Tourenwagen-Rennen siegreich, fuhr sowohl bei internationalen Rallyes im Vorderfeld mit, als auch bei Rennen mit Einsitzern Rennwagen. Sein Formel 1-Debüt beging er 1952 beim Grand Prix der Schweiz in Bremgarten am Steuer eines von der Scuderia Franera genannten Frazer-Nash FN48, mit dem er einen brillanten 4. Platz belegte. Im Verlauf der folgenden 3 Saisons ging er mit seinem eigenen Cooper T23 und dann mit von Owen Racing genannten Maserati 250F an den Start und 1955 gelang es ihm dann endlich bei den GPs von England und Italien GP als Werksfahrer für Vanwall an den Start zu gehen. Aller Mühe zum Trotz, Ken gelang nie wieder ein so gutes Ergebnis, wie jener 4. Platz bei seinem Debüt damals in Bremgarten. Ken Wharton starb 1957 im neuseeländischen Ardmore, als er bei einem Sportwagen-Rennen verunglückte.

Geboren: 21. März 1916 in Smethwick, England.
Verstorben: 12. Januar1957 in Ardmore, NNeuseeland 40 Jahre alt.

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