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Archive for Januar, 2011

Spruch des Tages


„Ich denke Lotus ist unser Sponsor. Zumindest soviel mir bekannt ist, handelt es sich um einen Sponsor. Da könnte ich ja dann auch sagen, ein Traum wird wahr, dass ich für Total fahre.“ Robert Kubica auf die Frage eines Journalisten, ob für ihn ein Traum wahr würde, da er ja nun für Lotus an den Start gehe…


Der zweite neue Lotus Renault

Das einstige Renault-Werksteam, jetzt mit dem rechtlich umstrittenen Teamnamen Lotus Renault GP am Start, stellte heute den neuen R31 in Valencia vor.


Nachdem die an die JPS-Lotus der 70er und 80er erinnernde Lackierung schwarz-goldene Lackierung bereits an einem R30 im Dezember vorgestellt wurde, hat Lotus Renault nun das 2011er Auto in dieser Farbgebung vorgestellt. Wie schon erwartet, bleiben Robert Kubica und Vitaly Petrov die Fahrer-Paarung für eine weitere Saison. Überraschend dagegen, dass neben Fairuz Fauzy nun auch Romain Grosjeanm, Bruno Senna, Jan Charouz und Ho-Pin Tung neben dem bereits engagierten Fairuz Fauzy in das Team aufgenommen wurden, das nun mehr als doppelt soviele Test- als Einsatzfahrer vorzuweisen hat, als Einsatzpiloten. Ein umfassender Bericht über die technischen Details des R31 bringen wir in der ersten P1Mag-Ausgabe des Jahres, erhältlich ab Mittwochabend.


Der erste Lotus Renault ist da

Team Lotus schlugen ihre verhassten Rivalen von Lotus Renault GP zumindest um den Zeitpunkt der Vorstellung des neuen Renners – in Fortsetzung der Lotus-Nomenklatur T128 statt der angedachten Bezeichnung TL11 benannt.


Das beharren auf die Fortsetzung der Team Lotus-Typenreihe ist eine weitere Provokation gegenüber der Lotus Group, die ja bekanntlich Anteile des bisherigen Renault-Werksteams aufkauft und dem Team von Tony Fernandez nun die Namensrechte abspenstig machen will. Die Truppe um Mike Gascoyne gibt sich auch im technischen Bereich kämpferisch, man habe vor mit dem von Grund auf neuen Auto sich vom besten Newcomer-Rennstall zu einem soliden Mittelfeld-Team hochzuarbeiten und strebt die Punkteränge an.


C30 – Und wer hat’s erfunden…?

Sauber Motorsport stellte heute in Valencia ihr erstes, seit dem Abgang von BMW ganz eigenständig in der Schweiz entworfenes und gebautes Auto vor – den Sauber C30.

Der C30 wurde unter leitung des anerkannten Technik-Direktors James Key entworfen und konstruiert, wobei dismal – im Gegensatz zum Vorgänger C29 – von Anfang an mit dem Motor, dem Antriebsstrang und dem KERS von Ferrari geplant werden konnte. Bilder des Sauber C30 stellen wir herein, sobald erhältlich.


Ganassi-Doppelsieg in Daytona


In einem hektischen Finale holt Chip Ganassi Racing with Felix Sabates einen Doppelsieg beim 24-Stunden-Rennen von Daytona mit Joey Hand / Scott Pruett / Graham Rahal / Memo Rojas in Front, nach 720 Runden gerade mal 2.070 Sekunden vor dem BMW Riley der Teamkollegen Scott Dixon / Dario Franchitti / Jamie McMurray / Juan Pablo Montoya. Joao Barbosa / Terry Borcheller / Christian Fittipaldi / J.C. France / Max Papis wurden Dritte, gerade mal 256 Tausendstel einer Sekunde zurück im Action Express Racing Porsche Riley. Die Ex-F1-Piloten Mark Blundell und Martin Brundle liefen eine Runde zurück auf P4 ein. Steven Bertheau / Brendan Gaughan / Wolf Henzler / Andy Lally / Spencer Pumpelly holten den GT-Klassensieg mit dem TRG Porsche GT3. Ein ausführlicher Bericht über die 24h Daytona folgt in der ersten Ausgabe des Jahres von P1Mag, erscheint am Mittwochabend.


Ferrari präsentiert den F150


Ferrari hat die neuste Waffe im Kampf um den WM-Titel, den  F150, heute morgen in Maranello der Öffentlichkeit vorgestellt. Unter den Augen von FIAT-Präsident John und dem CEO von Hauptsponsor Santander-CEO, Emilio Botin, wurde der neueste Monoposto der Scuderia  enthüllt. Am Nachmittag soll Fernando Alonso den Roll-Out des F150 in Fiorano vornehmen, Felipe Massa darf Tags darauf erstmals ans Steuer des neuen Renners. Den Testauftakt im spanischen Valencia am 1. Februar nimmt Alonso in Angriff, Massa ist ab 3. Februar dran.


Neues Le Mans-Drama für die Bildschirme

Tolle Neuigkeiten: Der international bekannte Filmemacher Ridley Scott wird ein filmisches Drama rund um die Geschichte der 24 Stunden von Le Mans Namens ‘The Drivers’ produzieren.


Interessanterweise handelt es sich bei der Produktion um ein TV-Format rund um das Geschehen bei diesem Langstrecken-Klassiker Ende der 50er und Anfang der 60er. Erzählt wird die Geschichte jener legendären Männer, die einst ihr Leben aufs Spiel setzten, um in Le Mans zu siegen. Es soll ein pompöser Streifen voller Heldenmut und Siegeswillen werden. Ridley und Tony Scott werden das als Serie in mehreren Folge für den internationalen Markt geplante Format co-produzieren, die Geschichte basiert dabei auf dem Buch „Shelby: The Man, The Cars, the Legend“ von ‘Autor Wallace A. Wyss, das die Geschichte einer Horde junger Wilder aus den USA, Deutschland, Frankreich, Italien und England erzählt, Freunde und Rivalen zugleich, die für den Erfolg auf der Piste ihr Leben aufs Spiel setzen. Klingt nach einem TV-Programm ganz nach unserem Geschmack.


Force India bestätigt Sutil & DiResta + Hülkenberg


Wie P1Mag bereits Ende November berichtete, war Paul di Resta’s Debüt in der Formel 1 nach dem Gewinn des DTM-Titels besiegelt. Heute wurde der Schotte von Force India neben Adrian Sutil für die Saison 2011 bestätigt, so wie es Mercedes-Benz vorsah. Enttäuschend nur die Tatsache, dass für Nico Hülkenberg nach dem uncharmanten Rauswurf – des Geldes wegen – bei Williams ohne Cockpit blieb und nun bei Force India den undankbaren Job als dritter Fahrer antritt.


Lucas Foresti gewinnt F3 Brasil Open


Lucas Foresti gewann heute in Interlagos (São Paulo) auch das vierte und letzte Rennen zum Formel 3 Brasil Open und holte sich so ungeschlagen den Titel der Mini-Rennserie. Der amtierende Sudam-F3-Meister Yann Cunha hatte allerlei Problem in den vier Rennen, darunter ein Unfall im vorletzten Rennen. Doch mit einer Aufholjagd vom letzten Startplatz beendete er den Finallauf auf P2 und wurde so Vizemeister des Brasil Open. Foresti und Cunha werden beide in der Britische F3 Meisterschaft antreten, der drittplatzierte Victor Guerin wird in der italienischen F3 Mreisterschaft an den Start gehen. Raphael Abbate gewann das F3 Brasil Open in der B-Klasse, nachdem er bei drei von vier Starts den Klassensieg hatte erringen können.


HRT’s neuer galaktischer Look


Der international anerkannte Designer für Automobil-Konzepte und visionäre Zeichner Daniel Simon wurde von Hispania Racing angeheuert, um dem spanischen F1-Team einen dynamischeren Auftritt zu verpassen. Doch der junge Deutsche, der bereits für Bugatti und Lamborghini sowie diverse Filmstudios in Hollywood Konzeptstudien erarbeitete, wird nicht am Design von HRT’s 2011er F1-Rennwagen arbeiten. Vielmehr ist es sein Auftrag dem Team eine neue, futuristisch angehauchte Corporate Identity zu verpassen, als ein Gesamterscheinungsbild des Teams so etwa nach dem Stil der Kreationen seines sensationellen, 2010 erschienen Automobil Design-Buches ‘Cosmic Motors’. Man darf auf das Ergebnis gespannt sein.


Evans baut Führung aus

Toyota Racing Series: Der zweite Lauf zu Neuseland’s top Monoposto-Rennserie stand erneut im Zeichen der Einheimschen Mitch Evans, der die ersten beiden Rennen des Wochenendes klar dominierte. Jamie McNee, ein weiterer Kiwi, gewann das dritte Rennen des Wochenendes und ist damit der vierte Saisonsieger in sechs Rennen. Evans, der sich in jenem Rennen von P6 auf P3 hinter dem Russen Ivan Lukashevich vorkämpfte, hat in jedem der sechs Rennen auf dem Podest gestanden und liegt mit 412 Punkten klar vor dem Briten Alex Lynn und dem Australier Scott Pye (je 334) an der Tabellenspitze. Für Mario Farnbacher sprang in R1 P4 heraus, eine Kollision in R2 und ein stotternder Motor in R2 verhinderten weitere gute Ergebnisse.


Dean Stoneman: Diagnose Krebs


Schlechte Nachricht für Formel 2-Champion Dean Stoneman: Beim 20-jährigen Briten wurde Hodenkrebs diagnostiziert. Stoneman, der im November noch für das Williams F1-Team in Abu Dhabi testete, gab daher seinen Verzicht an der Teilnahme in der World Series by Renault für die Saison 2011 bekannt. Stattdessen begibt er sich unmittelbar in Behandlung und konzentriert sich darauf wieder vollends gesund zu werden, was wegen der Früherkennung sehr wahrscheinlich ist. Gute Besserung, Dean.


Mike Hawthorn – Erster britischer F1-Weltmeister

Mike Hawthorn, 1958 22/1/1959, John Michael Hawthorn stirbt.

Mike Hawthorn konnte mit den Besten der Welt fighten, aber er zeichnete sich auch durch Leistungsschwankungen aus. Wohl auch verantwortlich dafür war seine fragile Gesundheit, etwa einem Nierenleiden. Überhaupt balancierte der Brite stets zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. So gewann er 1957 jenes 24 Stunden Rennen von Le Mans, das von einer der schlimmsten Unfällen der Rennsport-Geschichte gezeichnet wurde. Just Hawthorns Anfahrt in die Boxen gilt als auslösendes Moments des tragischen Unfalls, der Pierre Levegh und Dutzenden von Zuschauern das Leben kostete. Im darauffolgenden Jahr, auf dem Weg zum WM-Titel, verlor er in seiner fahrerisch besten Phase seinen Teamkollegen und engen Freund Peter Collins beim Grossen Preis von Deutschland und gab todtraurig seinen Abschied vom aktiven Rennsport bekannt. Selbst als er in Casablanca seinen Titelgewinn bis in die Nacht hineinfeierte, überschattete eine Tragödie seinen Triumph: Das Vanwall-Team flog zur gleichen Zeit den mit schweren Verbrennungen um sein Leben ringenden Stuart Lewis-Evans zurück nach England, wo der junge Brite später verstarb. Hawthorn, der ersten englische Formel 1- Weltmeister der Geschichte, kommt 1959 bei einem Verkehrsunfall nahe der A3 bei Guildford im Süden Englands ums Leben. Es heisst er habe Rob Walker in dessen Mercedes-Benz 300SL erblickt und sei mit über 160 Km/h auf regennassser Strasse winkend am Mercedes des Teameigners vorbeigebraust. Doch in einer Rechtskurve dreht sich der Jaguar, trifft eine Verkehrsinsel und endet seitwärts an einem Baum. Hawthorn wurde beim Aufprall durch sein Auto geschleudert und sterbend auf der Rückbank des Jaguars vorgefunden. Der Weltmeister hatte bereits seit einiger Zeit gesundheitliche Probleme, die unheilbare Nierenerkrankung bedeutete eine maximale Lebenserwartung von 18 Monaten. Ein schleichender, schmerzvoller Tod wartete auf Mike Hawthorn, so aber starb er, wie er gelebt hatte: Immer am Limit und die Freude am schnellen Fahren auslebend.

Geboren: 10. April 1929 in Mexborough, England.
Verstorben: 22. Januar 1959 in Guildford, England, 29 Jahre alt.


Foresti gewinnt 3 aus 4

Lucas Foresti also gewinnt auch den 2. und 3. Lauf zum Formel 3 Brasil Open in Interlagos, womit der junge Mann aus Brasilia bereits der drei der vier Läufe für sich entscheiden konnte. Victor Guerin und Fabiano Machado lieferten hinter Foresti, der morgen als Favorit um den Gesamtsieg ins Rennen geht, einen Dreifachsieg für das Team Cesário Fórmula.


Peugeot gewinnt 100. „Monte“

Bryan Bouffier und Xavier Panseri gelang bei der 100. Rallye Monte Carlo ein Überraschungssieg, nachdem die das Kunststück vollbrachten auch einer einzigen WP von P7 auf P1 vorzustossen. Danach hiess es nur noch Platz halten, um Peugeot den heißersehnten Sieg beim hundertjährigen „Monte“-Jubiläum zu sichern.


Der Peugeot 207 Super 2000 erwies sich als das ideale Auto für die eisigen Bedingungen, acht Bestzeiten in 13 WPs unterstreichen das. Stéphane Sarrazin bleib der Fahrer mit den meisten WP-Siegen (vier) und war auf dem Weg zu P3, gab aber den letzten Podestplatz vor der Zeitkontrolle im Hafen von Monaco an Peugeot-Markenkollege Guy Wilks ab, der im Gegensatz zum Franzosen die gesamte Saison bestreitet und um den Titel fährt. Peugeot hatte am Ende vier Autos in den Top 5, nur Skoda-Fahrer Freddy Loix versalzte den Franzosen mit P2 ein perfektes Ergebnis.

Bleibt noch den erneut kampfstarken Petter Solberg zu erwähnen, der – auf einen für ihn ungewohnten Peugeot 207 unterwegs – der Ex-Weltmeister mischte bis zur letzten WP vorn mit, musste aber wegen einer defekten Lichtmaschine auf der letzten WP aufgeben.


Chevrolet, SEAT und Volvo sind vorbereitet

Drei Tourenwagen-Teams verbrachten zwei bitterkalte Tage unter dem dennoch blauen Himmel von Barcelona und brachten auf dem Catalunya Circuit ihre Vorbereitungen für die Saison 2011 zu Ende, bevor die Autos nach Brasilien verschifft wurden.

Die Chevrolet-Piloten Rob Huff und Yvan Muller spulten unermüdlich reichlich Testkilometer mit dem neuen Cruze mit 1.6-Liter-Turbomotor und der neuen Lackierung der anstehenden Saison (Siehe Abbildung) ab.


SUNRED Engineering war mit zwei SEAT León TDi anwesend, auf denen sich Gabriele Tarquini, Tiago Monteiro, Paul Ip aus Hong Kong und der 16-jährige Spanier Pepe Oriola, dem jüngsten Fahrer, der je an einem WM-Lauf wird, abwechselten. 1.6-Liter Turbist für den Saisonauftakt nicht fertig geworden, wird aber in dem einen oder anderen der geplanten sechs Autos bald sein Debut feiern. Neben Tarquini, Monteiro und Oriola stehen Fredy Barth, Michel Nykjær und Aleksei Dudukalo, eine weiterer Rookie, als Fahrerauswahl so gut wie fest.

Polestar Racing begann die Arbeiten an der Strecke zu Volvo’s erster vollen WTCC-Saison mit einem Vergleichstest mit jenem Volvo C30, den Robert Dahlgren in der WTCC fahren wird und jenem Auto, das James Thompson in Skandinavien bewegen wird – beide aber noch mit 2-Liter-Saugmotoren, da auch der 1.6 Turbo der Schweden noch nicht einsatzfertig ist.


Fangio beschenkt Musso

Luigi Musso, Ferrari Lancia D50, 1956

22. Januar – Wie der Italiener Luigi Musso zum Saisonauftakt 1956 zu seinem erste Grand Prix-Sieg kam, ist durchaus erzählenswert. Anfangs führte der Italiener den GP von Argentinien an, fiel dann aber hinter Gonzalez, Menditeguy, Moss und Castellotti zurück. Dann gerät Fangio, bei Ferrari die unumstrittene Nummer 1, mit seinem D50 in Probleme und muß das Auto in Runde 23 an den Boxen abstellen. Heute undenkbar, damals erlaubt, wurde Musso an die Box beordert und aufgefordert sein Auto an Fangio zu übergeben. Und der Maestro bedankte sich mit einer stürmischen Aufholjagd. Der Maserati des Führenden Stirling Moss zog derweil eine Ölfahne hinter sich her und nach zwei Dritteln der Distanz ging Fangio am wehrlosen Briten vorbei und feierte einen umjubelten Sieg vor heimischem Publikum – trotz eines Drehers. Musso kletterte freilich mit aufs oberstee Treppchen, war er doch mit Hilfe des grossen Fangio unverhofft zu seinem ersten – und einzigen – GP-Sieg gekommen.


Foresti holt ersten F3-Sieg des Jahres

Nach dem Drama der Absage des 1000 Km-Rennens von Interlagos fand der erste von vier Läufen zum Formel 3 Brasil Open zwar wie geplant statt, aber gerade mal neun Fahrer stellten sich dem Starter. Lucas Foresti holte einen klaren Start-Ziel-Sieg von Pole Position indem er bei einsetzendem Regen auf Slickreifen weiter fuhr. Die Läufe 2 und 3 des F3 Brasil Open finden am Samstag statt.


Ferrari’s 800. Grand Prix-Teilnahme

Jody Scheckter, Ferrari 312 T4, 1978

21. Januar – Als die Ferrari von Jody Scheckter und Gilles Villeneuve in die Startaufstellung zum GP von Argentinien 1979 rollte, waren die beiden Fahrer drauf und dran einen wichtigen Meilenstein für den italienischen Sportwagenbauer in der Formel 1 zu errichten: Es war die 800. Teilnahme eines Ferrari an einem Formel 1 Grand Prix. Das Rennen gewann dann der Franzose Jacques Laffite auf Ligier. Frage: Was wurde in jenem Rennen aus den beiden Ferrari-Piloten?


Gedenken an Cuth Harrison

Cuth Harrison 21/1/1981, Thomas Cuthbert Harrison stirbt.

Einem Amateur-Rennfahrer wie Cuth Harrison steht ein 6. Platz, den er 1949 beim Grand Prix von Italien erzielte, ausserordentlich gut zu Gesicht. Doch letztlich musste er seinen Autohäusern, die er in den 50ern gegründet hatte und deren Netz sich über weite Teile Nordenglands erstrecken, Priorität über seinen fahrerischen Ambitionen einräumen.

Geboren: 6. Juli 1906 in Ecclesall, England;
Verstorben: 21. Januar 1981 in Sheffield, England, 74 Jahre alt.


Alles Gute, John Campbell-Jones

John Campbell-Jones 21/01/1930, Michael John Campbell-Jones wird geboren in Epsom, England.

John Campbell-Jones trat Anfang der 60er vor allem bei Formel 1-Rennen ohne WM-Prädikat an, sein bestes Resultat bleibt ein 5. Platz im Gesamtergebnis des Grand Prix von Brüssel. Sein letzter Auftritt erfolgte 1966 beim Gold Cup im englischen Oulton Park am Steuer eines alter BRP-Climax.


Als Lotus erstmals Farbe zeigte

Jim Clark, Lotus 49T-Cosworth 2.5 V8, 1968

20. Januar – Drei Wochen nach dem Sieg beim Grand Prix von Südafrika 1968, führt Jim Clark erstmals die neue rot-weisse Lackierung der nun Gold Leaf Team Lotus genannten Werksmannschaft beim 3. Lauf zur Tasman-Serie vor. Mit dem Sieg bei der Lady Wigram Trophy in Neuseeland beginnt eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Lous und Tabakproduzent John Player. Entgegen der landläufigen Menung, war es aber nicht Lotus, die als erste einen nicht aus dem Automobilsektor stammenden Sponsor im Motorsport einführten. Welches Team war Colin Chapman da zuvor gekommen?


Pirelli zuversichtlich

Pirelli hat die interne Testphase zur Vorbereitung auf die Formel 1 Saison 2011 nach vier Tagen intensiver Tests durch Pedro de la Rosa in Abu Dhabi im Cockpit des Toyota TF 109 abgeschlossen.

An den ersten beiden Tagen mussten die vier Slick-Varianten zeigen, was sie draufhaben. De la Rosa absolvierte 1.400 Test-Kilometer mit allen vier Mischungen der Trockenreifen von supersoft bis hart. Dann erprobte der Spanier zwei Nächte lang die Performance der Regenreifen und der Intermediates und hatte dabei als erster Gelegenheit einen Formel 1 im Dunkeln auf nasser Fahrbahn zu bewegen. Hierzu hatten Tanklaster die 3,1 Kilometer lange Nordschleife des Yas Marina Circuits mit etwa 140.000 Litern Wasser besprüht. Da Yas Marina über die weltweit größte Beleuchtung einer Sportanlage verfügt, erhellte das Flutlicht perfekt jeden Zentimeter der Strecke.

De la Rosa absolvierte 13 Testläufe, legte dabei 119 Runden zurück, insgesamt rund 372 Kilometer. In der zweiten Nacht – nun mit Intermediates – absolvierte er ein ähnliches Pensum, wobei auch die Bedingungen definiert wurden, die einen Wechsel von Regenreifen auf Intermediates erfordern – und umgekehrt. Insgesamt wurden in Abu Dhabi mehr als 2.000 Testkilometer gefahren. Zählt man die 1.100 Kilometer, die in der vergangenen Woche in Bahrain gefahren wurden, hinzu, dann haben die Testpiloten seit Beginn des Testprogramms im August 2010 auf der Rennstrecke im italienischen Mugello mehr als 20.000 Kilometer zurückgelegt und man ist zuversichtlich, gut vorbereitet in die Saison zu gehen.

Die ersten Testfahrten der Vorsaison finden vom 1. bis zum 3. Februar im spanischen Valencia mit sämtlichen Formel 1-Teams statt. Dort werden die Rennställe zum zweiten Mal mit Pirelli-Reifen testen, nach der Premiere im vergangenen November in Abu Dhabi. Bevor die Saison 2011 im März beginnt, veranstalten die Teams nach Valencia noch drei weitere offizielle Tests in Jerez, Barcelona und Bahrain.


Keine Party für Franz

Franz Tost 20/1/1956, Franz Tost wird geboren in Trins, Österreich.

Franz warf Anfang der 80er in der deutschen und österreichischen Formel Ford mit seiner Ein-Mann-Show unterwegs, agierte nicht nur als Rennfahrer, sondern auch als sein eigener Mechaniker Team Manager und Fahrer des Renntransporters. Mit dieser Konstellation wurde er immerhin 1983 Austria-FF2000-Meister. Ein Budget aufzutreiben, um unter verbesserten Bedingungen weiterzumachen, gelang nicht, veranlasste Franz aber an der Uni in Innsbruck ein Studium über Sport-Management anzugehen. Mit dieser theoretischen Grundlage ausgestattet, arbeitete er sich im Team-Management über EUFRA Racing zu Willy Webers erfolgreichem Formel 3-Team hinauf. Als Weber den Rennstall verkaufte, stellte er Tost dem jungen Ralf Schumacher auf dessen Karriereweg in die Formel 1 als Berater zur Seite.

Als dieses Ziel erreicht war, übernahm der Tiroler die Position des Logistik Managers innerhalb von BMWs F1-Programm und wurde Ende 2005 von Didi Mateschitz als Teamchef für Red Bulls zweitem F1 Team Toro Rosso angeheuert. 2008 holte die kleine aber feine Mannschaft, einst als Scuderia Minardi bekannt, endlich den ersten Grand Prix-Sieg für den Energy Drink-Hersteller in der F1 durch die beherzte Fahrt des jungen Sebastian Vettel beim GP von Italien. Franz hat sich in der Szene Respekt und den Ruf als disziplinierter, hart arbeitender Teamplayer und guter Kommunikator errungen. Heuer geht der Tiroler in seine vierte Saison als Teamchef und zum Torte anschneiden und Feiern wird der vielbeschäftigte Teamchef auch diesmal keine Zeit finden.


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